Am 10 Oktober wird Kelly endlich wieder zu sehen sein. Und zwar wird sie in Beijing, China am international show of peace concert teilnehemen.
Weitere Informationen erhaltet ihr im Quellenlink.
Vor acht Jahren gewann die damals 20-jährige Kelly Clarkson das Finale der Castingshow "American Idol", der amerikanischen Vorlage des hiesigen DSDS. Wer damals unkte, die gebürtige Texanerin würde sich in wenigen Jahren längst auf dem Kompost der verheizten und vergessenen Kurzzeit-Popsternchen wiederfinden, sieht sich nun eines Besseren belehrt.
Rund 1.600 Zuschauer wollen die zweifache Grammy-Gewinnerin am Freitagabend in der restlos ausverkauften Großen Freiheit 36 in Hamburg sehen. Und wer erst kurz vor Beginn kommt (so wie ich), sieht dementsprechend wenig und muss sich sukzessive weiter nach vorne kämpfen.
Die Show beginnt zunächst etwas statisch, doch spätestens bei der dritten Nummer "I Do Not Hook Up", ist Feuer unterm Dach. Zur Belohnung gibt’s von Kelly ein erstes vorsichtiges "Dankeschön". Als die 27-Jährige a cappella "Lies" anstimmt, bekommt man eine ungefähre Ahnung davon, weshalb sie einst so furios das Finale der Castingshow gewann. Rodeo auf dem Kiez
Um es der Dame aus Texas so heimisch wie möglich zu machen, kommen aus dem Publikum zwischendurch immer wieder vereinzelte "Yee-Haw!"-Rufe. Als Dank gibt Kelly eine kurze Rodeo-Einlage auf einem nicht-vorhandenen Gaul zum Besten, gefolgt vom Country-Klassiker "Walkin‘ After Midnight" in bester Wildwest-Manier mit Westerngitarre und sehnsüchtig gespieltem Mundharmonika-Solo. Howdy, Cowgirl!
Als die Hauptakteurin bei "Save Me" plötzlich von der Bühne rennt, ist das Staunen groß. Die Band spielt zwar zunächst weiter, die Ratlosigkeit ist aber auch ihr ins Gesicht geschrieben. Dann verstummen auch die Instrumente, das Licht wird gedimmt, das Publikum wird unruhig. Hat Kelly etwa keinen Bock mehr?
Kelly rennt von der Bühne
Wenige Augenblicke später dann Erleichterung: Es war lediglich eine Pinkel-Pause. "Ich hatte vor der Show zu viel getrunken", schmunzelt Kelly - die Fans freuen sich und applaudieren als wäre Deutschland soeben Fußball-Weltmeister geworden. Es kann also weitergehen.
"Since U Been Gone" und "Already Gone" leiten den schwungvollen Schlussspurt ein - fast überflüssig zu erwähnen, dass auch hier die Fans das Singen weitestgehend übernehmen. Mit ihrem Nr.1-Hit "My Life Would Suck Without You" setzt Kelly Clarkson hinter 90 Minuten durchaus eindrucksvoller Show ein lautes Ausrufezeichen.
Fazit
Keine Akrobatik-Einlagen, kein ständiger Garderobenwechsel und explodiert ist auch nichts – kurzum: Eine Show ohne Firlefanz. Das ist schön, weil immer seltener bei Konzerten dieses Genres und daher umso erwähnenswerter. Und gerade deshalb scheint sich die Amerikanerin bei ihren Fans auch so großer Beliebtheit zu erfreuen. "Sie ist jemand, der bodenständig geblieben ist", resümiert Konzertbesucher Danny aus Hamburg und ergänzt: "Und das bisschen Übergewicht find' ich auch nicht schlimm." Gut, dann haben wir das auch geklärt.
Die Frau mit der gewaltigen Stimme: Kelly Clarkson begeistert die Fans in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle.
Sie ist das Vorbild aller, die in Casting-Shows trällern und sich von Dieter Bohlen fertigmachen lassen, nur um ihren Traum vom Superstar zu verwirklichen: Kelly Clarkson. Die damals 20-Jährige Texanerin gewann die erste Staffel von «American Idol», der Mutter aller Castingshows.
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Dass der Sieg kein Zufall war, zeigt ihr Konzert in der Hugenottenhalle. Die zweifache Grammy-Preisträgerin verfügt über eine bemerkenswerte Stimme, die mit «Rockröhre» zu eindimensional beschrieben wäre. Sie reicht von sanften, nahezu elegischen Balladen («Already Gone» oder «Save you») bis zu Rocksongs («Since You’ve Been Gone»). Ein Ausflug in die Regionen des Blues («Walking After Midnight») zeigt, dass sie auch hier zu Hause ist. Und als sie als vorletzte Zugabe «Seven Nation Army» der «White Stripes» interpretiert, könnte man sie sich durchaus auch als Frontfrau einer Metal-Band vorstellen.
Ihr Outfit jedenfalls passt dazu. Sie betritt die Bühne in schwarzen Jeans mit schwarzer Lederjacke und paillettenbesetztem schwarzen Top. Und obwohl sie sich nicht nur wegen des dramatischen Effekts ständig vor die Windmaschine stellt, zieht sie die Jacke nach der sechsten Nummer aus. Mal steht sie am Mikrofon, mal hüpft und dreht sie sich.
Die achtköpfige Begleitband beherrscht die Bandbreite des Pop und Rock ebenso wie ihre Leadsängerin. Obwohl DJ Form an den Turntables alle möglichen Klänge beisteuern kann, greift sie auf eine echte Geige und akustische Gitarren zurück. Dazwischen zitiert sie einen Riff von Black Sabbath oder eine Textzeile der Eurythmics.
Das Publikum, zu zwei Dritteln weiblich, ist durchaus textsicher, wenn es darum geht einzelne Zeilen zu singen. Immer wieder erzählt Kelly Clarkson, dass sie nun einen ihrer Lieblingssongs spielt, sei es aus ihrer Kindheit, ihrer Jugend oder von ihrem neuesten Album. Und es ist kein Titel darunter, dem vom Publikum nicht begeistert begrüßt wird. Das Konzert klingt in hohem Tempo, nicht mit einer Einschlafnummer, aus: «My Life Would Suck Without You», können die vielen Pärchen auf dem Nachhauseweg summen. fho